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Heidesee Ortsteil Gräbendorf

Gräbendorf

Die Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung Gräbendorfs (1186) war „eine trübe und traurige Zeit“, heißt es in der historischen „Chronik von Gräbendorf in Mark“. Inzwischen kann davon keine Rede mehr sein. Seit Beginn der Herrschaft der Hohenzollernfürsten Mitte des 15. Jahrhunderts hat sich Gräbendorf mit seinen Wäldern und Seen mitten in der Dubrow (Dubrawa=Eichenwald) nach und nach zu einem beliebten Jagdgebiet entwickelt. Fontane berichtete in seinem literarischen Erstling „Das Schlachtfeld von Groß-Beeren“ von den „Duberow-Reiherjagden“, derentwegen der preußische König Mitte des 18. Jahrhunderts sogar „eine prächtige Doppelallee von Kastanien und Linden ziehen ließ“ (die heutige B 246), um so unter einem „grünen Schirm“ von Potsdam zum Dubrower Forst zu gelangen. Etwa zur gleichen Zeit muss auch die Königliche Hegemeisterei auf dem Areal des heutigen Märkischen Haus des Waldes und der Försterei Frauensee entstanden sein. Von diesen „jagdlichen Vergnügungen“ und den damit verbundenen Impulsen für die Region und die Pflege von Tier und Wald haben die Gräbendorfer sicher das eine oder andere Gen geerbt, was sich bis heute in ihrem Unternehmungsgeist, ihrer Veranstaltungsfreude und auch in ihrer Naturverbundenheit widerspiegelt.
Das ehrenamtliche Engagement von vielen Gräbendorfern in den Vereinen trägt seit jeher zur Bereicherung des Ortslebens bei. Der Dorfclub Gräbendorf e.V. gestaltet mit seinen fast 50 Mitgliedern zusammen mit dem Ortsbeirat und unterstützt von anderen Vereinen, der Freiwilligen Feuerwehr Gräbendorf sowie Gewerbetreibenden die jährlichen Höhepunkte des Ortes zu Festen der Traditionspflege, wie das Zampern (Fastnachtfeiern) im Februar, das Feuer zur Walpurgisnacht am 30. April, das über den Ort hinaus bekannte Rosenbaumfest mit Festumzug am Pfingstsonntag und das Erntedankfeuer im Oktober. Zu den weiteren Hauptakteuren zählen der Campingclub Huschte-See e.V. mit vielen geselligen Veranstaltungen auf dem traditionsreichen Campingplatz D 66 an der Schmölde und der g. Kinder- und Jugenderholung Dubrow-Dahmetal e.V. als Trägerverein der Kinder- und Jugenderholungszentren Hölzerner See und Frauensee. Die beiden „KiEZe“ sind nicht nur tausenden Schulkindern bei Klassenfahrten bekannt. Schlittenhundewagenrennen,
Kettensägenschnitzfestival, Frauenseelauf und viele öffentliche Kinderveranstaltungen verbinden sich nun auch mit Gräbendorf und Heidesee.
Mit jährlich zehntausend Besuchern hat das „Haus des Waldes“ Gräbendorf als ein Zentrum der Waldpädagogik weithin bekannt gemacht und auch das „Herbstwerk“ der umliegenden Handwerker findet dort jährlich statt.